Brüste aufspritzen

Eine Brustaugmentation ist ein radikaler Schritt, den viele Frauen aus Angst vor Risiken und Folgen scheuen. Auch die hohen Kosten einer OP können Frauen abschrecken, sich für ihr Wunschdekolleté unter das Messer zu legen. Seit einigen Jahren gibt es daher ein neues Verfahren, eine Brustkorrektur auch ohne den operativen Eingriff vornehmen zu lassen.

In diesem Verfahren wird zwischen Brustmuskel und Brustdrüse an mehreren Einstichstellen ein Gel injiziert, das auf der körpereigenen Hyaluronsäure basiert. Diese spezielle Säure wird auch in der Gesichtschirurgie dazu verwendet, Fältchen zu unterspritzen.

Sich die Brüste aufspritzen zu lassen ist eine besonders sanfte Methode, die eigenen Brüste zu vergrößern, sie zu formen und zu straffen. Für den Eingriff ist keine Vollnarkose erforderlich. Er wird unter örtlicher Betäubung vorgenommen; die Risiken einer vollständigen Narkose sowie die Risiken der Verpflanzung von Implantaten sind beim Aufspritzen der Brustmuskeln also nicht gegeben. Außerdem entfällt der ansonsten notwendige mehrtägige Aufenthalt in einer Klinik. Idealerweise sollte die Haut um die Brust sehr dehnbar sein, um einen Erfolg der Behandlung mit Hyaluronsäure messbar zu machen. Auch darf die Brust nicht zu groß und die Brustfalte sollte deutlich sichtbar sein.

So positiv und vielversprechend diese Möglichkeit der Brustvergrößerung auf den ersten Blick auch klingt, hat sie dennoch gravierende Nachteile gegenüber einer Brustaugmentation. Die Kosten für das Aufspritzen der Brüste liegen keinesfalls unter denen einer klassischen Brust-Operation, sondern etwa in demselben Bereich. Die Volumenzunahme der Brustgewebes mittels Brustaufspritzung ist zeitlich begrenzt. Die Haltbarkeit dieser Maßnahme liegt bei nur etwa drei Jahren und damit erheblich unter der von chirurgischen Brustkorrekturen. Um ein gleichbleibendes Ergebnis zu behalten, muss etwa alle 12 Monate nachgespritzt werden. Außerdem gibt es für die noch relative junge Methode noch keine Langzeitstudien.